Der erste Trumpfstich
Der erste Trumpfstich ist einer der zentralen Stiche im Spiel. Man kann aus dem ersten Trumpfstich oft mindestens ansatzweise erkennen, wie viele Trumpf der AS hat und damit auch treffsicher schlussfolgern, wie viele Fehl er noch haben muss. Oft ergibt sich aus den Informationen 1. Fehlstich & 1. Trumpfstich schon eine plausible Spielfortführung.
Beginnen wir mit dem Ausspiel von Trumpf in Stich 1. Das erste Trumpf-Ausspiel kommt entweder von oben von unten. Ausspiele von oben mit dem Kreuz Buben sind generell auffällig und können verschiedenes bedeuten. So können sie ein erstes Indiz für gefährdete Drillinge beim AS (Also z.B. As-Dame-7) sein. Der AS versucht, den 2-Trumpf-Mannn aus dem Spiel zu nehmen und das Risiko möglicher Überstiche zu minimieren. Nach seinem höchsten Trumpf spielt er darum den kleinsten Trumpf. Der Kreuz Bube kann auch ein Indiz für einen 5-Trumpf-Spiel sein. Der AS will mit den ersten beiden Trumpf-Stichen 6 Trumpf aus dem Spiel nehmen, weil er Angst hat, sonst u.U. zu kurz zu kommen, Abstiche zu erhalten usw. Auch der Pik Bube im ersten Stich folgt grundsätzlich i.a.R. ähnlichen Überlegungen.
Trumpf von unten liefert keine eigenständige Information. Zu beachten ist, welche Karte des AS aufspielt und welche Karte der Mitspieler in MH dazulegt. Wenn auf einen kleinen Trumpf kein voller Treumpf gelegt wird, muss aus der Perspektive von HH gefragt werden, warum das so ist. Umgekehrt gilt es zu klären, warumm HH einen Stich nicht mitnimmt. In aller Regel ist auf dieses Frage gleich“ Man würde dann einen Stich verschenken.“
Hat man bereits einen Fehlstich gesehen, ist der 1. Trumpfstich meist der 2. Stich im Spiel. (Ausnahme Zwischenzug). An der Ausgangslage ändert das nichts.
Vorhand hat nach Stockaufnahme zwei Spielmöglichkeiten mit einem harten und einem weichen Gewinnplan. Erkennst du sie?
Gewinnpläne entscheiden oft die Spielwahl
Je häufiger man Skat spielt, desto eher wird man mit Blättern agieren müssen, denen der Einsteiger gar keine Siegchance gibt. Gewinnpläne sind die Basis für solche Entscheidungen, die natürlich oft riskant sind. Aber manchmal ist Risiko im Skat unvermeidbar.
Anfänglich nur den Plan trainieren
Unsere ersten Gewinnplan verzichten auf ejde Risikokalkulation. Es geht anfänglich nur um die Methode „Gewinnplan“, nicht um die Siegwahrscheinlichkeiten.
Harte Spiele: Die eigenen Augen und Stiche entscheiden
Man zählt als Alleinspieler die Stiche und Augen, die man erwarten darf. Hat man von einer Fehlfarbe z.B. As, 9 und 7 darf man in dem Stich 14 Augen erwarten. Wenn beide Spieler bedienen, muss ein Spieler ja mindestens eine Dame zuwerfen. Damit ist natürlich nicht gesagt, dass der Stich so aussehen muss.
Weiche Spiele: Gegnerische Augen imBlick haben
Bei den weichen Spielen hält man sich den konkreten Weg eher offen und agiert anche dem KArtnstand und der SPielweise der Gegenpartei. Hier kalkuliert man im Normalfall, welche Augen man abgibt.
Steckbrief
Besonders zu beachten
Laborspiele sind die „unverlierbaren“ Spiele
Neben sehr bekannten Laborspielen gibt es auch einige, die einen „zweiten“ Blick brauchen
Das Thema Laborspiele ist auch für das allgemeine Risikomanagment wichtig
Typische Erfolgsbarrieren
Man will zu schnell zu viel
Man gibt zu früh auf, weil man den Nutzen nicht erkennt
Der Lerneinstieg:
In jedem Spiel nach den ersten drei gespielten Stichen bewusst rekapitulieren
Spielverlust bei falscher Abwicklung
Gezeigt werden 2 typische Abwikclungsfehler und ihre Konsequenzen beim 5-Trumpf-Spiel

