Zwischenzüge

Als Zwischenzug bezeichnet man das Vorspielen von eigenen Stehkarten in Fehl. Also Fehl-Asse und evtl. Zehner anstelle eines anderen Aufspiels. Im Extremfall eröffnet der AS im ersten Stich z.B. mit einem Fehl-Ass und nicht mit Trumpf.
Der Zwischenzug wird oft unterschätzt; er kann oft helfen und ist manchmal spielentscheidend.

1. Er sichert eigene Volle, die sonst später u.U. abgestochen würden. Das ist z.B der Fall, wenn man Ass und 10 einer Farbe hat. (= Doppelläufer)
2. Er ermöglicht mir einen Abstich oder einen Abwurf zu einem späteren Zeitpunkt. Das ist der Fall, wenn ich nur das Ass habe. (= Farbe frei spielen)
3. Er verhindert, dass mich die Gegenpartei über eine Farbe wieder ins Aufspiel bringt (= Einschieben verhindern)

 

Nach dem Aufspiel von Karo im 1. Stich bieten sich 2. Zwischenzüge in Herz an. Sie verhindern einne möglichen Abwurf von Herzkarten bei Karonachspiel.

Steckbrief

Besonders zu beachten

Ein unterlassener Zwischenzug führt oft direkt in die Niederlage

 

Typische Erfolgsbarrieren

Man kennt das Werkzeug nicht

 

Der Lerneinstieg:

Systematisch üben

 

Schäfer Videos

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Einige Beispiele

Der Zwischenzug zur Sicherung eigener Voller

AS: MH – Gedrückt: 7 Augen Kreuz – Reizwert 24

Stich 1: Karo Dame, Karo Ass, Karo König (+18)
Der erste Stich verrät, dass VH entweder Karo 7 und Dame hat oder Karo 7, Dame und 10 hat. Der AS entscheidet sich für den Zwischenzug und bekommt 
Stich 2: Herz As, Herz 7, Herz Dame (+14)
Stich 3: Herz 10, Herz 8, Herz König (+14)
Mit den 7 gedrückten Augen in Kreuz sind wir nun bei 53 Augen. Das Spiel ist immer noch kein Selbstläufer und bleibt gegen 4:2 Trumpf in einem kritischen Zustand. Aber die Gegenpartei hat jetzt einige Chancen, Fehler zu machen.