Chancenbewertung

Der AS nimmt vor jedem Spiel im Normalfall eine Risikoanalyse vor. Er überlegt sich, durch welche Konstellationen auf der Gegenseite sein Spiel gefährdet werden könnte. Die Gegenpartei agiert umgekehrt. Sie überlegt sich vor dem ersten Aufspiel, wie man u.U. die Karte des Alleinspielers schlagen könnte. Das wäre um vieles einfacher, wenn man sich die Karten zeigen dürfte. 

Da man das nicht darf, versucht man, frühzeitig Informationen über die Karten des Mitspielers zu erhalten und über die Karten des AS. Das nennt man im Skatjargon das „Klären der Karte“

Nur bei einer geklärten Karte kann man überhaupt sinnvoll entscheiden, welches Element oder welche Elemente man einsetzen will. Eine Karte ist geklärt, wenn man folgende Fragen mindestens ansatzweise beantworten kann:
Welche Fehlfarben und wie viele Karten in den Farben hat der AS?
Welche und wie viele Trumpf hat der AS?
Es liegt in der Natur der Sache, dass dies anfangs immer eine „Färtensuche“ sein muss. Wir benötigen Spuren. Diese Spuren ergeben sich aus den ersten Stichen.

Diese Spurensuche gilt zwar unter den wirklich guten Spielern als das „kleine 1×1“, ist aber sehr schwierig. Es gibt Skatspieler, die seit 30 Jahren Skat spielen und eine Karte nicht ansatzweise klären können. Geduld beim Lernen ist also gefragt. Acuh wenn man anfangs ganz falsch liegt und die Karten des AS ein ungeklärtes Rätsel sind.

Wer Karte klären lernen will, fängt vielleicht so an:

Lege bei jedem Spiel nach dem 3. Stich eine kurze Pause ein und beantworte dir folgende Fragen:

1. Zun den ersten drei Stichen?
Gibt es vorstellbare Gründe für die Reihenfolge dieser Stiche? Kann ich etwas daraus lesen über den Kartenstand der beiden anderen Spieler?
Was waren überhaupt die ersten drei Stiche? 
Wenn du die erste Frage sicher beantworten kannst, kommt die 2.

3. Welche Trumpf sind raus? Welche Buben und Trumpfvollen sind noch im Spiel?
Wenn auch die dritte Frage sitzt, kommt die 4.

2. Welche Partei hat welche Augenzahl erreicht?
Wenn du auch die 2. Frage sicher beantworten kannst, kommt die 3.

 

4. Welche Fehl-Farben wurden gespielt? Welche Fehl-Volle sind noch im Spiel?

 

 

Vorhand hat nach Stockaufnahme zwei Spielmöglichkeiten mit einem harten und einem weichen Gewinnplan. Erkennst du sie?

Gewinnpläne entscheiden oft die Spielwahl

Je häufiger man Skat spielt, desto eher wird man mit Blättern agieren müssen, denen der Einsteiger gar keine Siegchance gibt. Gewinnpläne sind die Basis für solche Entscheidungen, die natürlich oft riskant sind. Aber manchmal ist Risiko im Skat unvermeidbar.

Anfänglich nur den Plan trainieren

Unsere ersten Gewinnplan verzichten auf ejde Risikokalkulation. Es geht anfänglich nur um die Methode „Gewinnplan“, nicht um die Siegwahrscheinlichkeiten.

Harte Spiele: Die eigenen Augen und Stiche entscheiden

Man zählt als Alleinspieler die Stiche und Augen, die man erwarten darf. Hat man von einer Fehlfarbe  z.B. As, 9 und 7 darf man in dem Stich 14 Augen erwarten. Wenn beide Spieler bedienen, muss ein Spieler ja mindestens eine Dame zuwerfen. Damit ist natürlich nicht gesagt, dass der Stich so aussehen muss.

Weiche Spiele: Gegnerische Augen imBlick haben

Bei den weichen Spielen hält man sich den konkreten Weg eher offen und agiert anche dem KArtnstand und der SPielweise der Gegenpartei. Hier kalkuliert man im Normalfall, welche Augen man abgibt.

Steckbrief

Besonders zu beachten

Laborspiele sind die „unverlierbaren“ Spiele

Neben sehr bekannten Laborspielen gibt es auch einige, die einen „zweiten“ Blick brauchen

Das Thema Laborspiele ist auch für das allgemeine Risikomanagment wichtig 

 

Typische Erfolgsbarrieren

Man will zu schnell zu viel

Man gibt zu früh auf, weil man den Nutzen nicht erkennt

 

Der Lerneinstieg:

In jedem Spiel nach den ersten drei gespielten Stichen bewusst rekapitulieren

 

Spielverlust bei falscher Abwicklung

Gezeigt werden 2 typische Abwikclungsfehler und ihre Konsequenzen beim 5-Trumpf-Spiel

So sieht es nach etwas Übung aus…

Übung 1 - Hartes Spiel

Wir sehen die Karte des Alleinspielers in Vorhand nach der Drückung. Unsere Frage: Welche Farbe sollte der AS spielen und welche Augenzahl muss der Alleinspieler gedrückt haben, wenn ihm neben den erwartbaren Stichen ein einziger Stich in Kreuz reicht?

Übung 1 - Hartes Spiel

Wir sehen die Karte des Alleinspielers nach der Drückung. Unsere Frage: Welche Augenzahl muss der Alleinspieler gedrückt haben, wenn ihm neben den erwartbaren Stichen ein einziger Stich in Kreuz reicht? 

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