Die Trumpfgabel: Wer rauskommt, verliert

Wer rauskommt, verliert. Das ist Kernbotschaft beim Thema Trumpfgabel, bei der es um die beiden letzten Stiche geht. Ein Beispiel: Herz ist Trumpf. VH hat im 9. Stich noch Karo Bube und Herz 10. Der AS in der Mitte hat noch Herz Bube und Herz As. VH bekommt keinen Stich mehr. Müsste der AS antreten, würde die Gegenpartei den Trumpf-Vollen fangen.Man meint mit der Trumpfgabel die kontrollierte Vorbereitung einer Endspielstellung in den letzten beiden Stichen, bei der man nur dann die letzten Stiche bekommen kann, wenn man nicht rauskommen muss. Die entscheidende Vorbedingung für eine Trumpfgabel sieht immer gleich aus: Der Alleinspieler muss im 8. Stich vom Ausspiel wegkommen. Er darf also nicht mehr Trumpf als die Gegenpartei haben und darf in Fehl nicht einschiebbar sein.

Oft erkennt der AS zu spät, dass er eine Gabel hätte aufbauen können /müssen. Zu spät meint, dass er entweder zu früh mit einem zu hohen Trumpf gestochen hat; es fehlt ihm im Endspiel an Kraft. Oder er hat – in gutem Glauben – seine Fehlkarte so gestellt, dass ihn die Gegenpartei einschieben kann und er nun im 9. Stich aufspielen muss.

Man muss also sehr früh entscheiden, ob eine Trumpfgabel eine Option ist. Wie beim Zwischenzug gilt es, die ersten Stiche sehr aufmerksam zu beobachten und Abweichungen von der Erwartung zu registrieren.

 

Erscheinungstermin Februar 2026