Spielart
Jedes Spiel braucht von dem Alleinspieler einen Gewinnplan. Er muss also eine Idee haben, wie er das rettende Ufer von 61 Punkten erreichen will. In der Grundform gibt es zwei Ausprägungen des Gewinnplans. Man kann die eigenen Stiche und Augen zählen, die man erwarten „darf“. Oder man zählt die Augen, die von der Gegenpartei wahrscheinlich eingeheimst werden. Um ins Üben zu kommen, reicht diese Unterscheidung schon aus. Die Art von Spielen, bei denen wir uns auf unsere Augen verlassen, wollen wir „harte“ Spiele nennen. Sie sind durch eine gewisse Starrheit gekennzeichnet, der Alleinspieler hat wenig „Bewegungsmöglichkeiten“. Es gibt – positiv geprochen – einen konkreten Plan. Ein spektakuläres „hartes “ Spiel ist der Grand gegen vier mit Vier Assen, einem Pflichbild und gelegten 14 Augen.
Die andere Art wollen wir „weiche“ Spiele nennen. Sie sind ihrem Charakter nach eher flexibel, der Alleinspieler muss in Abhängigkeit von Spielverlauf und Augenzahl unterschiedlich agieren. Die Drückung ist variabel, meist zählt man die Augen der Gegenpartei mit.
Vorhand hat nach Stockaufnahme zwei Spielmöglichkeiten mit einem harten und einem weichen Gewinnplan. Erkennst du sie?
Gewinnpläne entscheiden oft die Spielwahl
Je häufiger man Skat spielt, desto eher wird man mit Blättern agieren müssen, denen der Einsteiger gar keine Siegchance gibt. Gewinnpläne sind die Basis für solche Entscheidungen, die natürlich oft riskant sind. Aber manchmal ist Risiko im Skat unvermeidbar.
Anfänglich nur den Plan trainieren
Unsere ersten Gewinnplan verzichten auf ejde Risikokalkulation. Es geht anfänglich nur um die Methode „Gewinnplan“, nicht um die Siegwahrscheinlichkeiten.
Harte Spiele: Die eigenen Augen und Stiche entscheiden
Man zählt als Alleinspieler die Stiche und Augen, die man erwarten darf. Hat man von einer Fehlfarbe z.B. As, 9 und 7 darf man in dem Stich 14 Augen erwarten. Wenn beide Spieler bedienen, muss ein Spieler ja mindestens eine Dame zuwerfen. Damit ist natürlich nicht gesagt, dass der Stich so aussehen muss.
Weiche Spiele: Gegnerische Augen imBlick haben
Bei den weichen Spielen hält man sich den konkreten Weg eher offen und agiert anche dem KArtnstand und der SPielweise der Gegenpartei. Hier kalkuliert man im Normalfall, welche Augen man abgibt.
Steckbrief
Besonders zu beachten
Laborspiele sind die „unverlierbaren“ Spiele
Neben sehr bekannten Laborspielen gibt es auch einige, die einen „zweiten“ Blick brauchen
Das Thema Laborspiele ist auch für das allgemeine Risikomanagment wichtig
Typische Erfolgsbarrieren
Man will zu schnell zu viel
Man gibt zu früh auf, weil man den Nutzen nicht erkennt
Der Lerneinstieg:
In jedem Spiel nach den ersten drei gespielten Stichen bewusst rekapitulieren
Spielverlust bei falscher Abwicklung
Gezeigt werden 2 typische Abwikclungsfehler und ihre Konsequenzen beim 5-Trumpf-Spiel

