Trumpfverwaltung
Es ist typisch für Skat, dass eine richtige und erfolgreichen Spielweise nicht automatisch definiert werden kann. Man kann richtig spielen und trotzdem verlieren und umgekehrt. Das zeigt sich auch beim Thema Trumpf. Die optimale Spielweise kennt man zum Teil erst nach dem Spiel, weil sie von dem Kartenstand bei der Gegenpartei abhängig ist.
Allgemein gilt: Die eigene Spielweise hängt zunächst von der eigenen Trumpfzahl und der Trumpfstärke ab. Absolut wichtig ist die Risikobewertung des Spiels, also konkret die Frage nach den Verlusrisiken und Bedrohungen im Spiel. Das Reizverhalten und die Sitzposition spielen ebenso eine Rolle wie die Spielstärke am Tisch.
Außerdem kann man sagen: Bestimmte Zugfolgen erweisen sich auf lange Sicht als sinnvoller als andere, weil sie einfach einige Angriffe der Gegenseite mehr verteidigen können. Dann führt z.B. die Zugfolge A in 80% zum Erfolg, die Zugfolge B aber in 90%. Wir suchen natürlich die Zugfolge B.
Für die Analyse und schrittweise Verbesserung sollte man anfangs auf drei Dinge achten:
1. Trumpfketten sind oft sehr wichtig für die Frage: Welchen Trumpf? Von oben oder unten?
2. Der Kreuz Bauer hat als höchste Karte die Funktion des Steuermanns. Sein Auftritt sollte sorgsam geplant werden.
3. Die kleinste Trumpfkarte ist oft wichtiger als man denkt. Sie ermöglicht die Übergabe an die Gegenpartei.
Steckbrief